Instituts-Nachricht
Atlanta Science Festival 2026
21. März 2026 – Im Herzen von Atlanta, USA
Sonne, volle Wege und neugierige Fragen an jeder Ecke: Das Atlanta Science Festival hat auch in diesem Jahr wieder gezeigt, wie lebendig Wissenschaft sein kann. Mitten im Geschehen – bei der Exploration Expo im Piedmont Park – waren auch wir vertreten, zusammen mit dem Deutschen Generalkonsulat in Atlanta. Schon früh am Tag wurde deutlich: Unser Stand würde keine ruhige Minute erleben. Besucher*innen aller Altersgruppen blieben stehen, probierten aus, lachten, staunten und stellten genau die Fragen, die gute Wissenschaft ausmachen.
Wenn das Gehirn die eigene Wahrnehmung austrickst
Besonders der sogenannte Pinocchio-Effekt sorgte für Überraschung: Plötzlich fühlt sich die eigene Nase länger an, obwohl sie es natürlich nicht ist. Hier konnten Besucher*innen direkt erleben, wie leicht sich unsere Sinne austricksen lassen und wie das Gehirn daraus eine überzeugende Körperwahrnehmung konstruiert. Direkt daneben wurde es technisch: Mit „The Claw“ konnten Besucher*innen eine Roboter-Klaue allein durch ihre Muskelaktivität steuern. Was zunächst wie ein Spiel wirkt, öffnet schnell den Blick dafür, wie eng biologische Signale und Bewegung miteinander verknüpft sind und welche Möglichkeiten daraus entstehen.
Wissenschaft erleben. Nicht nur verstehen
Was diesen Tag besonders gemacht hat, war nicht nur die Vielzahl an Besucher*innen oder das außergewöhnlich gute Wetter. Es war vor allem die Art der Begegnung: Wissenschaft wurde nicht erklärt, sondern erlebt. Immer wieder hörten wir Sätze wie „Das ist ja verrückt!“ oder „So habe ich noch nie über mein Gehirn nachgedacht.“ Genau darin liegt die Stärke solcher Formate. Sie schaffen Momente, die im Gedächtnis bleiben.
Auch im Klassenzimmer: Workshops mit Schüler*innen
Bereits im Vorfeld des Festivals konnten wir in mehreren Workshops mit Schüler*innen arbeiten. Dort ging es noch einen Schritt tiefer: Die Teilnehmenden führten eigene Experimente durch und wurden selbst zu Forschenden. Sie testeten Wahrnehmungsillusionen, untersuchten sensorische Unterschiede am eigenen Körper und beobachteten, wie sich Verhalten unter veränderten Bedingungen anpasst. Dabei lernten sie nicht nur, Daten zu sammeln und auszuwerten, sondern auch, wissenschaftliche Fragen zu stellen und Ergebnisse zu interpretieren. Schritt für Schritt wurde deutlich, wie man aus beobachtbarem Verhalten Rückschlüsse auf die zugrunde liegenden Prozesse im Gehirn ziehen kann.
Für viele war es die erste Gelegenheit, Wissenschaft nicht nur zu hören, sondern aktiv selbst zu erleben. Genau darin liegt der besondere Wert solcher Formate.
Austausch, der bleibt
Das Atlanta Science Festival ist weit mehr als eine Veranstaltung. Es ist eine Plattform für Austausch, Begeisterung und neue Perspektiven auf Wissenschaft. Für uns war es eine große Freude, Teil davon zu sein und unsere Forschung in diesem Rahmen erlebbar zu machen. Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Generalkonsulat in Atlanta hat dabei eine zentrale Rolle gespielt und es ermöglicht, unsere Aktivitäten vor Ort gemeinsam umzusetzen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Neugierig geworden? Wer noch mehr Eindrücke vom Festival bekommen möchte, findet Videos zu den Workshops und zur Exploration Expo auf unserem TikTok-Kanal.