Max-Planck-Institut - für Neurobiologie des Verhaltens — caesar

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Aneta Koseska erhält Tenure im Lise-Meitner-Exzellenzprogramm

Die Entscheidung sichert langfristige Unterstützung für die Forschung ihrer Gruppe dazu, wie lebende Systeme lernen, sich anpassen und Informationen verarbeiten.

Auf den Punkt

  • Aneta Koseska hat ihre Tenure-Evaluation im Lise-Meitner-Exzellenzprogramm der Max-Planck-Gesellschaft erfolgreich bestanden.
  • Die Evaluation würdigt die wissenschaftlichen Leistungen ihrer Gruppe sowie deren langfristige Forschungsperspektive.
  • Ihr Team untersucht, wie biochemische Netzwerke in einzelnen Zellen Informationen verarbeiten und ob sie einfache Formen des Lernens ermöglichen können.
  • Die positive Tenure-Entscheidung schafft langfristige Stabilität für Forschung an der Schnittstelle von Physik, Biologie, Neurowissenschaften und Computation.

Aneta Koseska, Lise-Meitner-Gruppenleiterin der Gruppe „Zelluläre Komputationen und Lernen“, hat ihre Tenure-Evaluation im Lise-Meitner-Exzellenzprogramm der Max-Planck-Gesellschaft erfolgreich bestanden. Sie hat nun eine unbefristete Position am Institut.

Das Lise-Meitner-Exzellenzprogramm unterstützt herausragende Wissenschaftlerinnen auf einem strukturierten Weg zu langfristiger wissenschaftlicher Leitung innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft. Nach einer positiven Evaluation können Gruppenleiterinnen eine dauerhafte Position sowie fortgesetzte Unterstützung für ihre Forschungsgruppe erhalten. Für Koseska schafft dieser Schritt die langfristige Stabilität, die notwendig ist, um grundlegende Fragen an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen zu verfolgen.

Ihre Gruppe untersucht, wie lebende Systeme Informationen verarbeiten, sich an veränderte Umweltbedingungen anpassen und Entscheidungen treffen. Lernen wird häufig mit Gehirnen und Nervensystemen verbunden. Koseskas Forschung geht jedoch der Frage nach, ob einige seiner grundlegenden Prinzipien schon viel früher in der Evolution entstanden sind – auf der Ebene einzelner Zellen.

Um dieser Frage nachzugehen, verbindet ihr Team theoretische Physik, Theorie der Informationsverarbeitung und Zellbiologie. Die Gruppe untersucht, wie biochemische Netzwerke in Zellen auf Signale reagieren, ihr Verhalten über die Zeit anpassen und möglicherweise einfache Formen des Lernens umsetzen. Dieser Ansatz verknüpft molekulare Prozesse in Zellen mit umfassenderen Fragen zu neuronaler Computation und künstlichen Lernsystemen.

Lernen begann nicht erst mit Gehirnen. Unser Ziel ist es zu verstehen, wie adaptive Informationsverarbeitung aus biochemischen Systemen entsteht und wie diese frühen Mechanismen die Evolution neuronaler Computation geprägt haben könnten. Langfristig kann dies verändern, wie wir über Intelligenz denken: biologische ebenso wie künstliche. Aneta Koseska

Die erfolgreiche Evaluation würdigt sowohl Koseskas bisherige wissenschaftliche Leistungen als auch das zukünftige Potenzial des Forschungsprogramms ihrer Gruppe. Zugleich stärkt sie das Profil des Instituts in theoretischen und interdisziplinären Ansätzen der Neurobiologie, an der Schnittstelle von Verhalten, Komputation und Evolution.

Aneta Koseska
MPINB | Schlee

Aneta Koseska untersucht, wie biochemische Netzwerke Informationen verarbeiten und sich anpassen; Mechanismen, die frühe Prinzipien des Lernens sichtbar machen könnten, noch bevor sich Nervensysteme entwickelten.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Aneta Koseska
Lise Meitner Forschungsgruppenleiterin